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Hörti Zytte

Sensler Saga – Hörti Zytte eine Produktion vom Theater Hintercher
Ein Stück von Mark Kessler Dramaturgie: Christian Schmutz Regie: Mark Kessler
Schauspieler: Ensemble Theater Hintercher Organisation und Technik: Team Theater Hintercher Spielort: Frisenheit (Bösingen) Tribüne: 315 Plätze Spielzeit: ca. 15 Vorstellungen Juni / Juli 2017

Zum Verein Theater Hintercher: Der Theaterverein Hintercher wurde im November 2008 gegründet mit der Idee, ein Freilichttheater über "D Hintercher-Banda" auf die Bühne zu bringen. Die Produktion war so erfolgreich, dass sie drei Sommer lang vor über 15'000 Zuschauern gezeigt wurde. Auch die zweite Produktion "Falli Hölli", das Freilichtspiel zum Erdrutsch im Falli Hölli, war sehr erfolgreich. Der Theaterverein hat sich weiter zum Ziel gesetzt Themen aus dem Senseland als Freilichttheater auf die Bühne zu bringen. Nach einer Pause von zwei Jahren ist die dritte Produktion vom Theater Hintercher in Planung.   
Zur Produktion: Das Theater Hintercher hat mit den beiden bisherigen Produktionen "D Hintercher-Banda" und "Falli Hölli" reale Ereignisse aus dem Senseland aufgegriffen. Mit "Sensler Saga – Hörti Zytte", bezieht sich die dritte Produktion auf die Lebensbedingungen in den 1950er-Jahren. Als Grundlagen für die fiktive Geschichte dienen mündliche Überlieferungen, aber auch Bücher und Dokumente, welche die alten Zeiten beschreiben. "Sensler Saga – Hörti Zytte" soll die harte Zeit zwischen 2. Weltkrieg dem Vatikanischen Konzil aufleben lassen und zeigen, wie man vor etwas mehr als fünfzig Jahren in der "christlichen Republik" gelebt hat. Die Zeit ist geprägt von Tradition, Religion, konservativem Denken. Aber schon sind die ersten Versuche von Aufbruch zu spüren. Erst in den 60er- und 70er-Jahren fand dann eine echte Öffnung statt. Das Theater Hintercher will mit der neuen Produktion einen Blick zurückwerfen in eine Zeit, als der Syndic, der Pfarrer und der Lehrer noch die Dorfkönige waren, als Katholiken und Reformierte nebeneinander lebten und jeweils ihre eigenen Vereine und Schulen hatten. Es werden Themen aufgegriffen wie Armut, Schnapsbrennen, Verdingkinder, Dorfpolitik, aber auch die ersten Versuche, Fussball spielen zu dürfen. In zwölf Szenen werden die Geschichte der Familie Brülhart und das Dorfleben in einem fiktiven Dorf im Mittelland erzählt. Zwischen den Szenen erfährt das Publikum mehr über die sozialen und politischen Bedingungen dieser Zeit.

Zum Stück Sensler Saga – "Hörti Zytte": Frau Brülhart ist mit ihren fast erwachsenen Kindern gezwungen den Bauernhof selber zu führen. Sie schlagen sich mehr schlecht als recht durch. Die Töchter planen langsam ihr eigenes Leben und der Sohn möchte weiter zur Schule gehen. Der Korber hat überall die Finger im Spiel. Er kommt weit herum und weiss, wo was zu holen ist. Währenddessen sitzen in der Pünta der Polizist, welcher der allgegenwärtigen Schnapsbrennerei das Handwerk legen soll. Drei junge Burschen sind nicht nur fussballbegeistert, sie möchten auch in der Gemeinde etwas zu sagen haben. Der Gemeinderat trifft sich regelmässig nach den Sitzungen, um weiter zu politisieren und zu poleten. Die Alteingesessenen wollen sich nicht von den Jungen dreinreden lassen. Der reformierte Gemeinderat Berger hat Sorgen, weil sein Sohn einer Katholischen hinterherläuft. Der junge Lehrer hat neue Ideen, muss sich aber zuerst in seiner neuen Stelle zurechtfinden. Der Pfarrer hat die Fäden in der Hand und wettert gegen alles Neumodische. Die Hebamme ist immer unterwegs, um den nächsten Kindern auf die Welt zu helfen. Der Coiffeur ist anders und wird nur von seiner Schwester, der Serviertochter im Restaurant, verstanden. Es gibt viele kleine und grossen Geschichten und Dramen um Menschen, die in den 50er Jahren in einer Gemeinde im Sensemittelland aufeinander treffen. Die Geschichten haben tragische, aber auch viele komischen Momente. Zu kurz kommt auch die Liebe nicht. Sensler-Saga "Hörti Zytte" ist eine tragikomische Geschichte über das Leben im Senseland in den 50er Jahren.

Spielort Frisenheit (Bösingen)

 

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